November 5th, 2009

„Die Kriegsgeschichte ist zwar nicht das vornehmste, aber eines der wichtigsten Teilgebiete der Geschichte“, schrieb vor einiger Zeit die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Und in der Tat erfreuen sich militär- und kriegsgeschichtliche Themen in den vergangenen Jahren einer stetig wachsenden Aufmerksamkeit, wie u. a. viele relevante TV-Sendungen deutlich machen.

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Juli-Vortrag:
Quo vadis Afghanistan?
Die politische und soziale Lage nach dem Abzug der westlichen Truppen

Juli 4th, 2022

Am Montag, 04. Juli 2022 hielt Dr. med. Reinhard Erös im Hotel Görres in Villip den o.a. Vortrag.

Wenn auch derzeit der Ukraine-Krieg – begleitet von sorgenvollen Fragen nach Ausgang/Friedenslösung – alles überwölbt, darf dennoch Afghanistan nicht vergessen werden.

Es ruft nach Hilfe und Befriedung, braucht nach 42jährigem Krieg einen „westfälischen Frieden“. Diesen schließen zu helfen, bleibt Pflicht für die freie Welt – nach ihrem militärischen „Blitzabzug“. Doch zunächst gilt es umgehend mit einem Food-Med – Programm den größten Teil seiner Bevölkerung, insbesondere die auf dem Land Lebenden vor Verhungern und Tod zu bewahren.

Auf „Quo vadis Afghanistan“ wird uns Dr. Erös nicht nur als ausgewiesener Afghanistan-Kenner antworten, sondern als ein der Humanitas verpflichteter und mit Afghanistan und seinen Menschen verbundener „Entwicklungshelfer“.
Mit seiner Ehefrau und fünf erwachsenen Kindern betreibt er sozusagen eine „Privat“ – NGO, nämlich die Stiftung „Kinderhilfe Afghanistan“.

Ein Hilfswerk für Bildung und Gesundheit, das im Stammesgebiet der Paschtunen in der Grenzregion zu Pakistan bereits verschiedene Schulen, eine Universität („Laghman“), Ausbildungseinrichtungen, Krankenhäuser für über 60000 Schüler/Schülerinnen, Ärzte/Ärztinnen und Hebammen geschaffen hat. Und dies in Eigenregie (Planung, Vergabe, Bau und Betrieb) durch Familie Erös mit örtlichen Handwerkern, Ärzten/Ärztinnen und Lehrern/Lehrerinnen.

Alles aus eingeworbenen privaten Spenden! Umgesetzt mit hohem „Wirkungsgrad“, ohne die üblichen Verwaltungs- oder Schmierverluste.

Als „Doctor Sahib“ vor Ort bekannt, in Landestracht gekleidet und der Paschtunen Sprache mächtig, so stellt sich Erös den afghanischen Menschen – bereits schon vier Jahre lang während ihres Kampfes gegen die Sowjets als sich selbst beurlaubender BW-Arzt, oft unter Lebensgefahr, in den Bergen helfend zur Seite.

Kehrt dann 1981- nach vorzeitiger Beendigung seiner aktiven Dienstzeit als Oberstarzt (mit vielen Auslandseinsätzen) zurück und wechselt auf den „ Dienstposten“ quasi eines „pendelnden“ Entwicklungshelfers, bis heute, 74jährig. In Afghanistan begleiten ihn weiterhin Dank und Anerkennung für seine geschaffenen Projekte. Hier in Deutschland erreicht er viele private Spender und viele öffentliche Ehrungen wurden ihm zu teil.

(Mehr über E. erfahren Sie im Internet unter Erös- Homepage oder Wikipedia)


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Juni-Vortrag:
Der Kriegseintritt der USA 1917

Juni 13th, 2022

Am Montag, 13. Juni 2022 hielt Herr Kapitän z.S. a.D. Uwe Dirks im Hotel Görres in Villip den o.a. Vortrag.

Der Kriegseintritt der USA 1917 hat den Ersten Weltkrieg zu Gunsten der Alliierten entschieden. In der Historiographie ist das Narrativ geläufig, wonach die deutsche Uboot-Kriegführung den amerikanischen Präsidenten zu diesem Schritt praktisch gezwungen habe. Professor Hans-Peter Schwarz hat diese Sichtweise recht drastisch auf den Punkt gebracht:

Präsident Wilson „hält [immerhin] die USA drei Jahre aus dem Krieg heraus, trotz intensiver britischer Propaganda und trotz heftigen innenpolitischen Drucks all derer, die aus welchen Gründen auch immer eine Intervention befürworten. Es gehört ein gehöriges Maß deutscher Dummdreistigkeit dazu, diesen Präsidenten in den Krieg zu stoßen.“
Der Vortrag wird sich weniger mit deutscher Dummdreistigkeit beschäftigen, als mit der Frage, ob Präsident Wilson denn gestoßen werden musste.

Woodrow Wilson nutzte in seiner Rhetorik gerne moralische Argumente. 1919 wurde ihm der Friedens-Nobelpreis verliehen. Das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass seine Kriegsziele machtpolitischer Art waren.
Es wird daher zu zeigen sein, dass Wilson sehr eigene (amerikanische) Kriegsziele verfolgte. Sein Handeln war nicht Reaktion auf die alltägliche Provokation der neutralen USA durch britische Wirtschafts- und deutsche U-Boot-Kriegführung.

Er agierte vielmehr aktiv und eigenständig um aus dem Krieg eine Situation entstehen zu lassen, in der die USA die alleinige Führungsmacht in einer Nachkriegs-Ordnung werden sollten.

Der Erste Weltkrieg ist daher in seiner Ausformung nicht nur durch Entscheidungen der Alliierten und der Mittelmächte bestimmt worden, sondern mindestens genauso durch das Handeln Woodrow Wilsons.

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MHAK-Rundschreiben 03-2022

Mai 16th, 2022

Sie finden das neue Rundschreiben 03-2022 mit Hinweisen zu den kommenden Veranstaltungen, der ersten geplanten Exkursion seit drei Jahren und weiteren Informationen im nebenstehenden Menübereich unter „Aktuelles“.

Mai-Vortrag:
Der Zug der Kimbern, Teutonen und Ambronen

Mai 2nd, 2022

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