„Die Kriegsgeschichte ist zwar nicht das vornehmste, aber eines der wichtigsten Teilgebiete der Geschichte“, schrieb vor einiger Zeit die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Und in der Tat erfreuen sich militär- und kriegsgeschichtliche Themen in den vergangenen Jahren einer stetig wachsenden Aufmerksamkeit, wie u. a. viele relevante TV-Sendungen deutlich machen.
Mai-Vortrag:Die Festung KönigssteinEinführung zur Exkursion vom 28.-30.08.2026
März 13th, 2026
Am Montag, den 24. August 2026 (19.00 Uhr) hält Herr Oberstleutnant a.D. Uwe Pilz im Hotel Görres in Villip den o.a. Vortrag.
Die Festung Königstein ist eine der größten Bergfestungen in Europa. Sie liegt inmitten des Elbsandsteingebirges auf dem gleichnamigen Tafelberg oberhalb des Ortes Königstein am linken Ufer der Elbe.
Das 9,5 Hektar große Felsplateau erhebt sich 240 Meter über die Elbe. Es war nach Scherbenfunden schon in der Spätbronzezeit besiedelt. Die militärische Nutzung setzte Ende des 11. Jahrhunderts mit der Errichtung einer Höhenburg im Nordwesten des Bergplateaus ein.
Sie erfuhr ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts bauliche Erweiterungen, die u.a. in den 1560er-Jahren zur Anlage eines 152 Meter tiefen Brunnens führte.
Ab 1589 erfolgte der weitere Ausbau zur sächsischen Landesfestung. Ihr Wallgang ist 1800 Meter lang und hat bis zu 42 Meter hohe Mauern und Sandstein-Steilwände. In den folgenden Jahrhunderten diente die Festung Königstein als Garnison, Staatsgefängnis, Schatzkammer und Zufluchtsort.
Während verschiedener Kriege wurde die Festung niemals in Kampfhandlungen erobert. Aufgrund der Weiterentwicklung der Waffentechnik und der verminderten strategischen Bedeutung verlor der Königstein Anfang des 20. Jahrhunderts seine militärische Rolle. Nach dem Friedensvertrag von Versailles erfolgte 1920 die weitgehende Desarmierung der Festung.
Seit 1955 ist die Festung dauerhaft als Museum zugänglich. Heute geben die über 50 teilweise 400 Jahre alten Bauten einen authentischen Einblick in das militärische und zivile Leben auf der Festung Königstein.
Die Ausschreibung sowie das Anmeldeformular zur Exkursion entnehmen Sie bitte dem Rundschreiben 02/2026.
Bei Interesse an dieser Veranstaltung nutzen Sie bitte unser
Kontaktformular.“
Mai-Vortrag:
Die Verteidigung der Ostseezugänge 1949-1989. Strategie, Planung und Rüstung.
März 13th, 2026
Am Montag, den 04. Mai 2026 (19.00 Uhr) hält Herr Kapitän z.S. a.D. Uwe Dirks im Hotel Görres in Villip den o.a. Vortrag.
‚Ein Konflikt in Europa zwischen einem kontinentalen und einem maritimen Gegner versetzt Dänemark in eine exponierte und gefährliche Lage‘ schreibt der schwedische Historiker CarlAxel Gemzell.
Wie schon in früheren Jahrhunderten, galt dies auch für die Zeit des Kalten Krieges.
Um dieses Problem aufzulösen, gab Dänemark seine 150 jährige Neutralitätspolitik auf und trat 1949 der NATO bei. Auch wenn sich die politischen Eliten durchaus bewusst waren, dass Dänemark Schutz brauchte, brachte das Land über das geopolitische Problem hinaus zwei eigene Schwierigkeiten mit: die Bevölkerung war mehrheitlich nicht gewillt, einigermaßen angemessene Lasten für ihre Verteidigung zu tragen, und sie war auch nicht gewillt, im Frieden ausländisches Militär auf ihrem Territorium zu dulden, und schon gar nicht deutsches.
Für die NATO war die Position ‚Baltic Approaches‘ zu wichtig, als dass man Dänemark hätte unter Druck setzen können.
Der Vortrag soll zeigen, wie die NATO – ausgehend von einer wenig realistischen Verstärkungsplanung – schließlich zu einer überzeugenden Strategie fand, die auch mit geeigneten Kräften und Mitteln hinterlegt werden konnte.
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April-Vortrag:Der amerikanische Bürgerkrieg (1861-1865)
März 13th, 2026
Am Montag den 13. April 2026 (19.00 Uhr) hält Herr Oberst a.D. Henning Föls im Hotel Görres in Villip den o.a. Vortrag.
Der Amerikanische Bürgerkrieg war ein Sezessionskrieg zwischen den aus den Vereinigten Staaten ausgetretenen und in der Konföderation vereinigten Südstaaten sowie den in der Union verbliebenen Nordstaaten (Unionsstaaten).
Ursache des Bürgerkrieges war eine tiefe wirtschaftliche, soziale und politische Spaltung zwischen Nord- und Südstaaten, die vor allem in der Sklavenfrage sichtbar wurde.
Als Reaktion auf die Wahl des gemäßigten Sklaverei-Gegners Abraham Lincoln zum US-Präsidenten traten im Winter 1860/61 die meisten Südstaaten aus der Union aus.
Der Krieg begann am 12. April 1861 mit der Beschießung Fort Sumters durch die Konföderierten und endete mit der Kapitulation der konföderierten Nord-Virginia-Armee am 9. April 1865.
Nach dem Sieg des Nordens wurden die Südstaaten wieder in die Union aufgenommen. Die wichtigsten Folgen des Krieges waren die endgültige Abschaffung der Sklaverei in den USA, die Stärkung der Zentralmacht gegenüber den Bundesstaaten sowie die verstärkte Ausrichtung des Landes als Industriestaat.
Allerdings gelang es erst im 20. Jahrhundert, die Gleichberechtigung der Afroamerikaner durchzusetzen.
Der Bürgerkrieg einte die Vereinigten Staaten und ebnete ihren Aufstieg zur Großmacht. Er gilt wegen seines totalen Charakters und zahlreicher technischer Neuerungen auf dem Schlachtfeld als der erste moderne Krieg der Geschichte. Dieser Krieg war die verlustreichste Auseinandersetzung, die je auf dem Boden der USA ausgefochten wurde.
Im Vortrag werden Ursachen, Militärwesen, Kriegsführung und Kriegsverlauf sowie Folgen und Rezeption des Bürgerkrieges dargestellt.
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Neuigkeiten aus dem MHAK !
März 13th, 2026
Im Bereich „Aktuelles“ wurden das aktuelle Rundschreiben 2-2026 sowie das geplante Jahresprogramm für 2026 (Stand März) veröffentlicht.
Der Höhepunkt des Jahres dürfte die Exkursion zur Festung Königsstein in Sachsen sein. Bitte melden Sie sich bald für eine Teilnahme an, der Meldeschluss ist der 16. April 2026.
Im November findet entgegen erster Planungen nun doch ein Vortrag statt, Informationen dazu im aktuellen Programm.




