Archive for the ‘Allgemein’ Category

Verdun – Bronzestatue „Abschied – Les Adieux“

Dienstag, Februar 25th, 2014

Sehr geehrte Damen und Herren!

Vom Juni 2014 bis Ende 2018 wird in Verdun und an der gesamten ehemaligen Westfront des Ersten Weltkrieges von 1914 bis 1918 in Nordfrankreich und Belgien mit einer großen Zahl unterschiedlichster Veranstaltungen und Aktivitäten der Ereignisse in Europa vor 100 Jahren gedacht.

Am Mittwoch, den 12. Februar 2014, trafen sich Ratsherr Erich Scharrenbroich, Norbert Sauren und ich mit Colonel Alain Artisson und der Historikerin Juliette Roy von der Mission Historie im Centre Mondial de la Paix, dem ehemaligen Bischofspalast in Verdun zu Gesprächen über künftige Projekte und Aktivitäten.

Nach den Gesprächen besuchten wir auch unsere Bronzestatue „Abschied – Les Adieux“ am deutschen Soldatenfriedhof im Fort Douaumont (Bild):

Die französischen Fremdenführer im Fort Douaumont berichteten uns vom großen Interesse der Besucher des Forts an der Statue am deutschen Soldatenfriedhof im Inneren des Forts. Bei Besuchen größerer Gruppen von Jugendlichen lassen sie von einem Teilnehmer der Gruppe den Begleittext auf der Tafel in der jeweiligen Sprache verlesen.

Dies würde die Jugendlichen meist sehr beeindrucken. Lebensältere Besucher hätten nach Lesen des Textes häufig Tränen in den Augen! Die Mitarbeiter des Fort Douaumont bezeichneten die Statue als eine wichtige Bereicherung ihrer Gedenkstätte.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Baus

2014 – ein wichtiges Gedenkjahr

Donnerstag, Januar 9th, 2014

Vor 100 Jahren…
im August 1914, begann der Erste Weltkrieg, die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. Für Frankreich war dieser Krieg „La Grande Guerre“, also nicht ein, sondern „Der Große Krieg“ – „Der Weltkrieg“! Das Gedenken an die Opfer der verlustreichen Schlachten der Jahre 1914-1918 wurde und wird durch Franzosen, Belgier, Briten und den Nationen des Britischen Commonwealth bis heute intensiv gepflegt. 100 Jahre danach sind also für unsere damaligen Feinde und heutigen Freunde ganz besondere Jahrestage. Das findet in den Jahren 2014 bis 2018 seinen Niederschlag in einer Vielzahl von Projekten und Gedenkveranstaltungen von hoher politischer Priorität.

Vor 70 Jahren…
am 6. Juni 1944, begann in der Normandie die Invasion der Alliierten. Schon drei Monate später war Frankreich befreit und die deutschen Truppen im Westen bis an die Reichsgrenze zurückgeschlagen worden. Der Krieg kam nach Deutschland.


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Roms vergessener Feldzug.
Die Schlacht am Harzhorn

Sonntag, Dezember 8th, 2013

Unser Arbeitskreis-Mitglied Dr. Jochen Giesler hat im Landesmuseum Braunschweig die Ausstellung „Roms vergessener Feldzug. Die Schlacht am Harzhorn.“ besucht.

Seinen Bericht gebe ich gerne an den Arbeitskreis weiter.
Joachim Behne

Lieber Herr Behne,

in der vergangenen Woche bin ich zusammen mit meiner Frau kurzentschlossen nach Braunschweig gefahren, um die Ausstellung Roms vergessener Feldzug zu besuchen.

Die Schlacht am Harzhorn im Braunschweigischen Landesmuseum anzusehen (leider habe ich dadurch den Vortrag von Herrn Lenski verpaßt, der mich schon sehr interessiert hätte). Die Ausstellung ist großartig – Archäologie als historische Wissenschaft vom Allerfeinsten (da weiß man doch wieder, warum man das mal voll Begeisterung studiert hat!). Der Feldzug von 236 (eine Strafexpedition als Reaktion auf die Einfälle ins römische Reichsgebiet in den 30er Jahren), eingebettet in den politisch-militärischen Hintergrund.

Auf dem Rückweg wurde der römische Heereswurm beim Überqueren des Höhenzugs des Harzhorns (südlich Braunschweigs) von Germanen angefallen, die wohl vor allem auf Beute (und Rache, darf man annehmen), vielleicht auch die Befreiung von Gefangenen aus waren. Das sich entwickelnde Gefecht ist anhand umfangreicher Feldforschung und subtiler Ausgrabungsmethoden (so wurde anhand der genauen Einmessung der zahlreichen Geschoßspitzen die Schußrichtung von Bogenschützen und römischen Pfeilgeschützen ermittelt; zahlreiche abgerissene Sohlennägel zeigen, wo die römische Infanterie mühsam einen Steilhang stürmte) recht genau zu rekonstruieren.

Ein dreidimensionales Modell des Geländes zeigt mit Hilfe fortlaufend eingeblendeter Lichtspots den wahrscheinlichen Kampfverlauf.

Zahlreiche Funde aus anderen Zusammenhängen aus dem Römerreich und dem freien Germanien illustrieren die Bewaffnung der Kontrahenten: In dieser Dichte und Anschaulichkeit habe ich das noch nie gesehen. Didaktisch ist die Ausstellung ganz hervorragend.

Leider läuft die Ausstellung nur noch bis zum 19. Januar. Vielleicht wird sie auch an anderem Ort noch gezeigt? Sicher scheint mir das nicht, da von den zahlreichen Leihgebern, davon viele aus dem Ausland, manche einem „Weiterverleihen“ wohl nicht zustimmen werden. Für eine geplante Exkursion des Arbeitskreises reicht die Zeit natürlich nicht mehr, aber vielleicht hat doch der eine oder andere Lust, allein oder in kleiner Gruppe nach Braunschweig zu fahren.

Dies also als pflichtschuldige Information.

Mit herzlichem Gruß und allen guten Wünschen für die kommende Weihnachtszeit,
Ihr
Jochen Giesler

P.S. Der umfangreiche Begleitband zur Ausstellung kostet rund 29 Euro und ist erschienen im Konrad Theiss Verlag.

„Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ in Potsdam aufgestellt

Donnerstag, Juli 18th, 2013

Der Amtschef des Streitkräfteamtes, Generalmajor Thomas Wollny, hat am 26. Juni 2013 im Rahmen eines feierlichen Appells im Nikolaisaal das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) neu aufgestellt. Das ZMSBw ist als Dienststelle der Bundeswehr und Teil der Streitkräftebasis die zentrale Forschungseinrichtung des Bundes und der kompetente Ansprechpartner für alle Fragen der Militärgeschichte und Sozialwissenschaften.

…lesen Sie bitte hier weiter !!!

Vorschau auf 2014

Montag, Mai 20th, 2013

Im September werden wir wie jedes Jahr nach Angeboten für das nächste Jahresprogramm fragen. Es wäre schön, wenn sich Herren jetzt schon Gedanken über in Frage kommende Vorträge oder evtl. Exkursionen machen könnten. Herr Wacker arbeitet ja bereits an einer Exkursion nach Norditalien zu den Schauplätzen der Isonzo-Schlachten im I. Weltkrieg.


Im Jahre 2014 jährt sich zum 100mal der Beginn des I. Weltkriegs. Das könnte Anlass für einen Vortrag zur Juli-Krise und zum Ausbruch des Krieges sein. Wer hat Interesse an diesem Thema? Auch der Schlieffen-Plan könnte z. B. ein Thema sein.

Herr Dr. Michael Vollert (per eMail erreichbar unter: dievollerts@gmail.com ) gibt folgende Literaturtipps zur weiteren Verwendung:

Christian Stackelbeck:
Deutschlands Heer und Marine im Ersten Weltkrig, München 2013

Jörg Duppler und Gerhard P. Groß:
Kriegsende 1918, in: Beiträge zur Militärgeschichte 53 (1999)


Ich könnte passend dazu eine Ein-Tages-Exkursion zum Thema „Der Handstreich auf Lüttich 1914“ anbieten. Mit dieser Aktion eröffnete das Deutsche Reich die Kampfhandlungen im Westen.

Mit herzlichen Grüßen,
Joachim Behne