{"id":2019,"date":"2013-12-08T20:25:07","date_gmt":"2013-12-08T18:25:07","guid":{"rendered":"http:\/\/mhak.de\/?p=2019"},"modified":"2013-12-08T21:10:53","modified_gmt":"2013-12-08T19:10:53","slug":"roms-vergessener-feldzug-die-schlacht-am-harzhorn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mhak.de\/?p=2019","title":{"rendered":"Roms vergessener Feldzug.<br>Die Schlacht am Harzhorn"},"content":{"rendered":"<p>Unser Arbeitskreis-Mitglied Dr. Jochen Giesler hat im Landesmuseum Braunschweig die Ausstellung &#8222;Roms vergessener Feldzug. Die Schlacht am Harzhorn.&#8220; besucht. <\/p>\n<p>Seinen Bericht gebe ich gerne an den Arbeitskreis weiter.<br \/>\nJoachim Behne <\/p>\n<p>Lieber Herr Behne,<\/p>\n<p>in der vergangenen Woche bin ich zusammen mit meiner Frau kurzentschlossen nach Braunschweig gefahren, um die Ausstellung Roms vergessener Feldzug zu besuchen. <\/p>\n<p>Die Schlacht am Harzhorn im Braunschweigischen Landesmuseum anzusehen (leider habe ich dadurch den Vortrag von Herrn Lenski verpa\u00dft, der mich schon sehr interessiert h\u00e4tte). Die Ausstellung ist gro\u00dfartig &#8211; Arch\u00e4ologie als historische Wissenschaft vom Allerfeinsten (da wei\u00df man doch wieder, warum man das mal voll Begeisterung studiert hat!). Der Feldzug von 236 (eine Strafexpedition als Reaktion auf die Einf\u00e4lle ins r\u00f6mische Reichsgebiet in den 30er Jahren), eingebettet in den politisch-milit\u00e4rischen Hintergrund.<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg wurde der r\u00f6mische Heereswurm beim \u00dcberqueren des H\u00f6henzugs des Harzhorns (s\u00fcdlich Braunschweigs) von Germanen angefallen, die wohl vor allem auf Beute (und Rache, darf man annehmen), vielleicht auch die Befreiung von Gefangenen aus waren. Das sich entwickelnde Gefecht ist anhand umfangreicher Feldforschung und subtiler Ausgrabungsmethoden (so wurde anhand der genauen Einmessung der zahlreichen Gescho\u00dfspitzen die Schu\u00dfrichtung von Bogensch\u00fctzen und r\u00f6mischen Pfeilgesch\u00fctzen ermittelt; zahlreiche abgerissene Sohlenn\u00e4gel zeigen, wo die r\u00f6mische Infanterie m\u00fchsam einen Steilhang st\u00fcrmte) recht genau zu rekonstruieren. <\/p>\n<p>Ein dreidimensionales Modell des Gel\u00e4ndes zeigt mit Hilfe fortlaufend eingeblendeter Lichtspots den wahrscheinlichen Kampfverlauf.<\/p>\n<p>Zahlreiche Funde aus anderen Zusammenh\u00e4ngen aus dem R\u00f6merreich und dem freien Germanien illustrieren die Bewaffnung der Kontrahenten: In dieser Dichte und Anschaulichkeit habe ich das noch nie gesehen. Didaktisch ist die Ausstellung ganz hervorragend.<\/p>\n<p>Leider l\u00e4uft die Ausstellung nur noch bis zum 19. Januar. Vielleicht wird sie auch an anderem Ort noch gezeigt? Sicher scheint mir das nicht, da von den zahlreichen Leihgebern, davon viele aus dem Ausland, manche einem &#8222;Weiterverleihen&#8220; wohl nicht zustimmen werden. F\u00fcr eine geplante Exkursion des Arbeitskreises reicht die Zeit nat\u00fcrlich nicht mehr, aber vielleicht hat doch der eine oder andere Lust, allein oder in kleiner Gruppe nach Braunschweig zu fahren.<\/p>\n<p>Dies also als pflichtschuldige Information.<\/p>\n<p>Mit herzlichem Gru\u00df und allen guten W\u00fcnschen f\u00fcr die kommende Weihnachtszeit,<br \/>\nIhr<br \/>\nJochen Giesler<\/p>\n<p>P.S. Der umfangreiche Begleitband zur Ausstellung kostet rund 29 Euro und ist erschienen im Konrad Theiss Verlag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Arbeitskreis-Mitglied Dr. Jochen Giesler hat im Landesmuseum Braunschweig die Ausstellung &#8222;Roms vergessener Feldzug. Die Schlacht am Harzhorn.&#8220; besucht. Seinen Bericht gebe ich gerne an den Arbeitskreis weiter. 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